Das Team

Die Tuning Akademie wurde im Jahr 2007 von mir, Thomas Hanisch, gegründet. Nachdem ich seit 1998 beruflich bedingt das Glück hatte, als Fahrwerksentwickler zuerst bei Toyota Motor Europe und seit 2001 im Auftrag der AUDI AG im Industriepool auf der Nürburgring Nordschleife ( ab 2002 als Instruktor) meine Runden zu drehen, nahm ich nach ca. 2500 „Trainingsrunden“ 2004 das erste mal in einem reinrassigen Rennwagen, einem Porsche 924 Turbo, an einem Youngtimerrennen (Egons 500) teil.

24hNbg13_TU00296-e1389101219233Dass die grüne Hölle die schönste Rennstrecke der Welt ist, war mir seit meiner ersten Runde im Jahr 1998 bereits klar. Dass man von dem Rennvirus in der ersten Rennrunde erwischt werden kann, wusste ich damals noch nicht. Einem dritten Platz in der Klasse in 2004 folgte der erste Klassensieg im Jahr 2005. Da das Egons 500 ein Rahmenrennen des 24h Rennens war, fuhr ich auch während dieses Rennens vor einer atemberaubenden Kulisse mit über 200.000 Zuschauern. Während ich das darauffolgende 24h Rennen als begeisterter Zuschauer verfolgte, kristallisierte sich dann auch der Wunsch heraus, wenigstens ein Mal an diesem Highlight teilzunehmen. Es dauerte noch bis 2007 bis ich mit Klaus Leinfelder einen Sinnesgenossen aus meiner Abteilung gefunden hatte, der mit mir das Projekt „24h Rennen“ in Angriff nehmen wollte.

tuning_akademie_hanisch-320x236 Natürlich wollten wir als erfahrene Fahrwerksingenieure unser eigenes Fahrzeug dazu nutzen, Fahrwerks- und Karosseriekomponenten unter „wissenschaftlichen Aspekten“ weiter zu entwickeln und fanden mit Prof. Dr. Stefan Gies (damals Institutsleiter des Institutes für Kraftfahrwesen der RWTH Aachen) den Dritten im Bunde, der seinen Studenten und Doktoranden des ika anbot, diverse Umfänge unseres Projektes auf Basis von Studien- und Diplom-Arbeiten, wie auch als Dissertationen zu bearbeiteten. Die Resonanz war sehr positiv und somit entstand Ende 2007 eine Kooperation zwischen dem ika der RWTH Aachen und der Tuning Akademie in Ingolstadt.

Rene Henn koordinierte seitdem unser gemeinsames Projekt innerhalb des ika in Aachen und nahm die Organisation der Renneinsätze beim Langstreckenpokals (VLN) und auch während des 24h Rennens in die Hand. Neben den wissenschaftlichen Mitarbeitern des ika fanden sich auch sehr schnell interessierte Kollegen aus der Technischen Entwicklung der AUDI AG, die die Punkte Vernetzung, Messtechnik, Datenanalyse und Karosserieumfänge seitdem bearbeiten und für die konsequente und permanente Weiterentwicklung des Fahrzeuges für die Test- und Renneinsätze gesorgt haben.

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Seit dem ersten VLN Rennen im April 2008 folgten seitdem insgesamt 14 Renneinsätze, unter anderem die 24h Rennen 2009 und 2010. Durch die verschiedenen Themenbereiche, die im Rahmen von wissenschaftlichen Arbeiten auf unserem Fahrzeug behandelt wurden, bekamen wir Kontakt zu vielen Herstellern und Lieferanten, die uns mit Know How und auch durch Bereitstellung von Komponenten aus ihrem Portfolio unterstützten. An dieser Stelle seien die Firmen Dunlop, Bosch und kw-automotive erwähnt, die uns seit dem ersten Rennen unterstützt und uns darüber hinaus mehrmals sehr aktiv bei der Weiterentwicklung unseres Fahrzeuges unterstützt haben. Auf keinen Fall möchte ich es versäumen, mich auch an dieser Stelle bei unseren zahlreichen Freunden und Förderern zu bedanken, die immer an unser Konzept geglaubt haben und uns Mut gemacht haben, das Projekt weiter “durchzuziehen”. Ich denke da zum Beispiel an die Firma Reimlinger, die uns seit der ersten Saison finanziell unter die Arme greift und auch an die Pizzeria La Lanterna aus Zermüllen, die die Motivation der gesamten Truppe seit 2008 durch ein gigantisches Catering auf einem hervorragenden Niveau halten konnte. Ohne diese Freunde, Förderer, Sponsoren und Projektpartner wäre dieses Projekt wahrscheinlich bei einer “interessanten Idee” geblieben.

Der Rest ist schnell erzählt. Unser Projekt hat sich mittlerweile als „Innovationsplattform“ herumgesprochen. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern haben wir in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von „Vorentwicklungsumfängen“ während unserer Renneinsätze vermessen und verifiziert. Unser Anspruch ist nicht die einzelne schnelle Runde sondern vor allem die qualitativ hochwertige Aufzeichnung relevanter Daten unter reproduzierbaren Rahmenbedingungen, die eine saubere Auswertung uns somit die entsprechende Weiterentwicklung ermöglichen.

Da die Nachfrage nach einer solchen Plattform vor allem im letzten Jahr deutlich gestiegen ist, haben wir uns dazu entschlossen, das Projekt weiter auszubauen und bereits damit begonnen, einen weiteren AUDI A4 Quattro mit einem V6 Motor der neuesten Generation aufzubauen, der Anfang 2012 als zweite „Innovationsplattform“ in die grüne Hölle „entlassen“ wird.

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